Im Trauerfall

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Im Trauerfall2018-11-13T09:46:56+00:00

Was tun im Todesfall?

Wenn ein lieber Mensch stirbt, ist man oftmals mit dieser Situation überfordert. Man weiß oftmals nicht was zutun ist.
Nachdem durch den Arzt der Tod festgestellt wurde, wendet man sich vertrauensvoll an den Bestatter. 
Nach einem ausführlichen Gespräch in dem alle Wünsche und Vorstellungen bezüglich der Bestattung berücksichtigt werden, organisiert der Bestatter in Ihrem Sinne und kümmert sich um alle notwendigen Formalitäten.

Bei einem Sterbefall zu Hause versuchen Sie bitte den Hausarzt oder behandelnden Arzt zu erreichen. Außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten rufen Sie bitte die Notrufnummer 112. Für die Ausstellung der Todesbescheinigung halten Sie möglichst den Personalausweis des/der Verstorbenen bereit. Die Todesbescheinigung muss bei dem Verstorbenen verbleiben, damit wir die Abholung durchführen können. Bei einem Sterbefall im Krankenhaus kümmern wir uns um alles Weitere.

Häuslicher Todesfall

Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notarzt. Nachdem der Tod festgestellt worden ist, erhalten Sie den für die Überführung benötigten Totenschein.

Todesfall in Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus

Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung werden sich im Todesfall mit dem zuständigen Arzt in Verbindung setzen. Erst nach Ausstellung des Totenscheines darf der Bestatter den Verstorbenen überführen.

Lassen Sie sich Zeit zum Abschied nehmen und überstürzen Sie keine Entscheidung.

Weitere Dokumente die der Bestatter im Todesfall benötigt.

Personalausweis oder Reisepass

Bei Ledigen: Geburtsurkunde

Bei Verheiratenten
: Heiratsurkunde

Bei Geschiedenen: Rechtskräftiges Scheidungsurteil und Heiratsurkunde

Bei Verwitweten
: Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners

ggf. Versichertenkarte der Krankenkasse

ggf. Rentenbescheide je Rente

ggf. Versicherungsunterlagen wie z.B. Lebens- oder Sterbegeldversicherungen

ggf. Graburkunde eines vorhandenen Grabes

ggf. Bestattungsvorsorge

Sie haben auch die Möglichkeit unsere Checkliste “Was tun im Trauerfall” in unserem Downloadbereich kostenlos herunterzuladen.

Gut zu wissen: Sie sind nicht verpflichtet, im Todesfall, den Bestatter einer behördlich angeordneten Überführung auch mit der Bestattung zu betrauen. Das gleiche gilt auch für Beerdigungsinstitute, welche Ihnen in Heimen oder dergleichen empfohlen werden. Wählen Sie den Bestatter Ihres Vertrauens.
Wir empfehlen Ihnen, die Telefonnummer Ihres Bestatters zu hinterlegen, damit die Überführung auch dann veranlasst werden kann, wenn Sie nicht zu erreichen sind.

Checkliste „Im Trauerfall“

Wenn ein Mensch stirbt fallen zahlreiche Aufgaben und Formalitäten an. Die folgende Checkliste fasst die wichtigsten Schritte zusammen und dient zugleich als Orientierungshilfe für den Ablauf bei einem Todesfall. Die meisten dieser Erledigungen übernehmen wir selbstverständlich für Sie.

In den ersten Stunden

  • Arzt verständigen zur Untersuchung und Ausstellung des Totenscheins
  • Benachrichtigung der engsten Angehörigen
  • Verträge und Verfügungen des Verstorbenen sichten, um seinem Wunsch entsprechen zu können (z.B. Testament, Bestattungsvorsorge, Organspende, usw.)
  • Notwendige Unterlagen zusammenstellen (siehe Weitere Dokumente die der Bestatter im Todesfall benötigt)

In den ersten 36 Stunden

  • Wohnung versorgen (Pflanzen gießen, Fenster schließen, Heizung abstellen, Lebensmittel und Müll entsorgen, ggf. Strom, Gas, Wasser abstellen, usw.)
  • Haustiere versorgen ggf. für einen Verbleib bei Freunden oder Bekannten sorgen
  • Bestattungsunternehmen informieren; Bestimmung der Bestattungsform (Erd- Feuer- Seebestattung), Auswahl von Sarg, Urne, Totenbekleidung, Umfang der Trauerfeier etc. Leistungsumfang des Bestattungsvertrages klären – welche Aufgaben werden selbst übernommen
  • Überführung des Verstorbenen zur Trauerhalle oder Krematorium veranlassen (bei einem Todesfall zu Hause innerhalb von 36 Stunden)
  • Weitere Benachrichtigungen: Arbeitgeber des Verstorbenen verständigen; ggf. Kranken- Lebens- Unfallversicherung informieren; Freunde und Bekannte kontaktieren; falls kirchlicher Beistand gewünscht ist Pfarrer/in kontaktieren

In den ersten 72 Stunden

  • Meldung des Todesfalls beim Standesamt zur Erlangung der Sterbeurkunden
  • Laufenden Zahlungsverkehr prüfen und ggf. stoppen
  • Bei Todesfall im Heim oder Krankenhaus: Kleidung und persönliche Gegenstände des Verstorbenen abholen
  • Liste der Personen erstellen, die zur Bestattung eingeladen werden sollen

Bis zur Trauerfeier/Beerdigung

  • Allgemeinen Ablauf und Mitgestaltung der Trauerfeier und Bestattung mit Angehörigen abstimmen
  • Friedhof und Grab auswählen. Grabnutzungsrechts erwerben bzw. verlängern
  • Terminabsprache und Trauergespräch mit Pfarrer/in oder Trauerredner/in
  • Termin für Bestattung mit dem Friedhofsträger festlegen
  • Gaststätte / Café für Trauerkaffee reservieren
  • Aufsetzen einer Todesanzeige und versenden von Trauerkarten
  • Blumenschmuck für Trauerhalle und Grab bei der Gärtnerei bestellen (Kränze, Gestecke, Pflanzschalen, Trauerschleifen)
  • Kleidung zur Beerdigung bereithalten ggf. neuanschaffen
  • Hinterbliebenenrente beantragen / Abmeldung der Rente
  • Auszahlung der Lebens- und Sterbegeldversicherung veranlassen (falls vorhanden)
  • Abmeldung beim Sozial- / Versorgungsamt

Nach der Bestattung

  • Danksagungskarten verschicken und / oder Danksagungsanzeige per Zeitungsinserat aufgeben
  • Bestehende Verträge (GEZ, Mitgliedschaften, Miete, Abos, Telefon, Strom, Hausrat-Haftpflicht-Versicherung, etc.) prüfen und ggf. kündigen
  • Erbschein beim Nachlassgericht beantragen; Testament einreichen
  • Verbleib von Kleidung, Gegenständen, Möbeln des Verstorbenen klären / Räumung der Wohnung
  • Finanzamt kontaktieren (Steuererklärung/Kfz-Steuer)
  • Grabgestaltung/Grabpflege organisieren
  • Steinmetz mit Herstellung des Grabsteins beauftragen
  • Akte mit wichtigen Dokumenten anlegen (z.B. Sterbeurkunde, Grabnutzung & Pflege, Abrechnungen, usw.)
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