Grabbepflanzung im Jahr

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Grabbepflanzung im Jahr

Grabbepflanzung im Jahr

Friedhoefe-in-Essen-Stoppenberg

Friedhöfe sind nicht nur ein Ort der Ruhe und Stille für Menschen, sie werden immer mehr zum Rückzugsort für Tierarten. Dieser Erkenntnis tragen zeitgemäße Grabbepflanzungen Rechnung. Es wird Wert auf Ökologie gesetzt, Insekten und Vögel dürfen ihren Nutzen aus der Anpflanzung ziehen.

Ökologische Alternativen auf dem Grab

Zum Glück für Mensch und Tier gibt es jedoch sinnvolle Varianten. Mit etwas Wissen kann die Grabbepflanzung so gewählt werden, dass Mensch und Tier nicht zu Schaden kommen und Vögel wie Insekten sogar ihren Nutzen daraus ziehen können. Die Artenvielfalt wird es danken.

Keine Giftpflanzen auf dem Friedhof

Oft sind es bereits die Friedhofsverwaltungen, die dafür Sorgen tragen, dass giftige Gewächse keinen Einzug in diesen Bereich finden. Denn es kam durchaus schon vor, dass Kinder, die unbemerkt von den trauernden Eltern Früchte naschten oder Blätter kauten, ernsthaft zu Schaden kamen. Und vielleicht hatte sogar auch der ein oder andere Erwachsene gedankenverloren eine Beere genascht, die ihm nicht guttat. Auf alten Gottesäckern findet man sie aber noch häufig, die Gewächse, die ganz oder teilweise giftig sind. Allen voran sind dies Kirschlorbeer, Eibe und Thuja. Auch der Friedhofsklassiker Buchsbaum ist giftig. Der strenge Geruch hält hier aber meist vor unnötigem Kontakt ab.

Grabbepflanzung im Frühling - Ratgeber zur Grabpflege

Frühling auf dem Friedhof

Traditionsgemäß werden auf Ostern die Gräber von allem Alten befreit und neu hergerichtet. Liegen die Feiertage aber früh im Jahr, so muss in vielen Gegenden noch mit Schnee gerechnet werden. Späte Nachtfröste machen der Grabbepflanzung ebenfalls zu schaffen. Robust und kälteresistent sind die beliebten Stiefmütterchen zwar, aber sie bieten den ersten ausfliegenden Bienen keine Nahrung. Schmuck und Nährstoffquelle für Insekten zugleich sind Krokusse. Wer im Herbst versäumt hat, Krokuszwiebeln in den Boden zu bringen, kann jetzt auf vorgezogene Blüten in der Schale setzen. Sind sie verblüht, kommen sie in die Erde. Eine kleine, hängende Kätzchenweide dient ebenfalls Mensch und Tier. Bienen sind auf die blühenden Palmkätzchen angewiesen. Uns Menschen symbolisieren die hängenden Zweige die Trauer um unsere Verstorbenen. Anfang April erblühen die immergrüne Schleifenblume und die verschiedenen Blaukissenarten. Als Polsterpflanzen decken sie schnell große Flächen ab, wenn das Grab sonnig bis halbschattig liegt.

Grabbepflanzung im Sommer - Ratgeber zur Grabpflege

Mit wenig Pflegeaufwand durch den Sommer

Gräber gießen, eine Vertretung dafür in der Urlaubszeit zu finden, das sind Überlegungen, die sich Hinterbliebene stellen. Natürlich übernehmen Gärtnereien diese Aufgabe, doch nicht jeder kann und möchte sich das leisten. Mit ein paar Überlegungen lässt sich jedoch der Aufwand für den Sommer meistern.
Mitte Mai blüht die Kanadische Felsenbirne, die robust und pflegeleicht ist. Sie lässt sich problemlos zurechtschneiden, bietet Nektar und Beeren für die Tierwelt. Durch ihre bunte Färbung begeistert sie im Spätsommer und Herbst. An sonnigen Plätzchen leuchtet nun der Polsterphlox und lockt Insekten an. Etwas mehr Platzbedarf verlangt die Scheinquitte, deren orange bis rote Blüten jetzt locken. Die Scheinquitte bietet ein sehr reichhaltiges Pollenbuffet. Wird sie zu groß, lassen sich blühende Zweige für die Vase schneiden.
Kräuterpflanzen wie Rosmarin, Lavendel und Salbei erfüllen gleich mehrere Zwecke. Sie vertreiben Schädlinge und ziehen nützliche Insekten magisch an. Dazu sind sie eine farblich harmonische Unterpflanzung für Rosen. All diesen Gewächsen ist gemein, dass sie wenig Wasser benötigen. Sind sie erst einmal gut verwurzelt, brauchen sie kaum noch Pflege.

Grabbepflanzung im Herbst - Ratgeber zur Grabpflege

Grabstätten im Herbst

Ab September ist die richtige Zeit, erste Vorbereitungen für das nächste Jahr zu treffen. Zwiebelgewächse wie Traubenhyazinthen und Narzissen werden jetzt gesteckt, damit sie an den ersten Frühjahrstagen Pollen und Nektar bieten. Niedere Schafgarben, Astern und Goldnesseln stehen noch in voller Blüte. Ebenso Dahlien und Wandelröschen, die allerdings rechtzeitig vor den ersten Frösten aus dem Boden genommen und an einem trockenen Platz überwintert werden müssen.
Von den einjährigen Sommerblumen zieren im Herbst noch Strohblumen und Tagetes das Grab. Fällt hier Samen aus, freuen sich die Vögel. Zu Tisch laden nun auch die Zwergmispeln, deren Beeren ebenfalls in der Vogelwelt beliebt sind. Zwergmispeln sind sommergrün und lassen sich einfach in Form bringen. Einheimische Fettblattgewächse sind ebenfalls anspruchslos, ihre Blätter dienen fast das ganze Jahr über als Zierde, ihre Blüte sind wichtig für die Insektenwelt.

Grabbepflanzung im Winter - Ratgeber zur Grabpflege

Grabgestaltung im Winter

Ende Oktober werden die Gräber abgeräumt und die Vorbereitung auf den Winter beginnt. Noch besteht an frostfreien Tagen die Möglichkeit, Bodendecker und Sträucher zu pflanzen. Der Buchs kann entfernt und in gemäßigten Lagen durch Myrte ersetzt werden. Sie riecht angenehm, ihre Beeren sind essbar, wenngleich herb.
Die aus der Familie der Heidekrautgewächse stammende Bärentraube ist ebenfalls ein wertvoller Bodendecker. Die genießbaren Beeren werden gerne von Vögel verspeist. Heidekräuter sind der passende Schmuck für Spätherbst und Winter. Selbst in Schalen halten diese Gewächse Frost stand. Ihre Blüten sind Bienenfutter, ihr Nektar dient Schmetterlingsarten als Nahrung.

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